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Chroniques du jour (CJ) - 03 JAN 1942 - Allemand
     [CJ-1942-01-03-DE]


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Tageschronik vom 3. Januar 1942. Seitz - Ry,
Meine Damen und Herren, Sie hören unsere Tageschronik. - Die wichtigste
Nachricht des heutigen Samstags kommt uns aus Washington zu und ist politischer
Art. Aus dem Weissen Haus wird bekanntgegeben, dass 26 Länder
einen Bündnispakt gegen die Achsenmächte geschlossen haben. Unter den
Unterzeichnern finden wir die groasen kriegführenden Nationen, wie Grossbritannien,
die Vereinigten Staaten von Amerika, die Sowjetunion, China,
die britischen Dominions und j ol sna. Weiter gehören dazu verschiedene von
den Achsentruppen besetzte Länder, deren Regierungen ihren Sitz ausserhalb
ihres nationalen Territoriums errichtet haben, so Polen, Norwegen, Belgien,
Griechenland, Jugoslawien und die Tschechoslowakei, die.juristisch gesehen,
mit den Besetzungsmächten noch im Kriege stehen. Eine dritte Klasse endlich
umfasst die amerikanischen Republiken, welche mit den Vereinigten Staaten
gemeinsame Sache machen.
Der Inhalt der Erklärung, die vom Botschafter Panamas als "Solidaritätspakttf
bezeichnet wurde, umfasst zwei Verpflichtungen: Erstens sollen die Verbündeten
alle ihre militärischen und wirtschaftlichen Hilfsquellen gegen die
Mitglieder des Dreimächtepaktes einsetzen, mit denen sich die Verbündeten
im Kriege befinden, zweitens soll kein Separater Waffenstillstand oder
Friede abgeschlossen werden. Ausserdem erklären : alle Unterzeichnenden,
dass sie mit den in der Atlantik-Charta vom 14. August 1941 niedergelegten
Prinzipien einiggehen. Wie erinnerlich, umschrieben Churchill und Roosevelt
in diesem Dokument die Ziele des gemeinsamen Kampfes und gaben die allgemeinen
Prinzipien für eine ihnen richtig scheinende zukünftige Organisation
SK Die praktische Tragweite dieses Paktes ist nicht auf den ersten Augenblick
ersichtlich. Ohne Zweifel will man durch ihn angesichts der Anwendung
ÄaxasÄ BBäcH3rJiBj!x der Klauseln des Dreimächtepaktes aköt und der ihn vervollständigenden
Konventionen den Willen des gegnerischen Lagers zu einer engeren
Solidarität und einer stärkeren Zusammenarbeit bekunden. Man wird aber
auch tararakrx bemerken, dass die Haltung der Sowjetunion, die sich mit Japan
noch im Friedenszustand befindet, sich soweit nicht verändert hat.
Die gestern bekanntgegebene Besetzung Manilas durch die Japaner, die Eroberung
Bardias durch die Briten und das Vorrücken der Russen am mittleren Abschnitt
ihrer Front bilden das Hauptthema für die militärischen Kommentatoren,
wobei jede Partei die Bedeutung ihrer Erfolge herausstellt. Diese Erfolge
sind zweifellos beträchtlich; auf dem Weltschachbrett gesehen scheinen
sie sich jedoch auszugleichen.
Auf zwei andern Kriegsschauplätzen im Fernen Osten sind die Japaner ebenfalls
sehr aktiv. Sie melden die Eroberung der Hauptstadt der Provinz
Hunan, Tschangscha, und ihre doppelte Offensive in Malaya versetzt Singapore
offensichtlich in eine schwierige Lage.
Schlag auf Schlag kündigt die britische Admiralität Schiffsverluste an.
Im Mittelmeer gingen der 7 Tonnen-Kreuzer NEPTUNE, der 550 Mann Besatzung
hatte und im Jahre 1934 erbaut worden war, und der Zerstörer KANDAHAR, der
einer im °ahre 1939 geschaffenen Klasse angehörte, durch Einwirkung von
Minen unter. Eine fünftägige Seeschlacht spielte sich (wahrscheinlich im
Atlantik) zwischen einem britischen Geleitzug und deutschen Unterseebooten
und Flugzeugen zwischen dem 17. und 21. Dezember ab. Die Engländer verloren
einen Zerstörer, ein Hilfsschiff und zwei Handeisdampfer, während die
Angreifer drei U-Boote und zwei Fernkampfflugzeuge einbüssten.
In der Schweiz verläuft der Jahresanfang äusserst ruhig. Bs ist überall
verhältnismässig kalt, dies zur Freude der Sporttreibenden, welche die
freien Tage über Neujahr und dieses Wochenende zu eifriger Betätigung auf
den Skiern benützen, aber auch zum Kummer der Haushaltungsvorstände, die
ihre diesen Winter bekanntlidh nicht sehr grossen HeizmaterialVorräte
schwinden sehen. - Der Doubs-Fluss ist im Gebiet des Lac des Brenets zugefroren.
Donnerstag und Freitag haben Tausende den Jahreswechsel auf
dieser natürlichen Eisbahn gefeiert.
Die Wintersportfreuden haben oft auch eine Schattenseite. So hat im Graubündischen,
im Gebiet des Stelrafiugx Weissfluhjochs oberhalb Davos eine
Lawine vier Personen verschüttet. Drei von ihnen konnten lebend geborgen
werden. Der vierte Verunglückte, Obergrt Taverna aus Thun, konnte trotz
aller "Versuche nicht mehr zum Leben gebracht werden.
Aus Lausanne wird der Tod des 66jährigen Oberstleutnant Ernest Champod
gemeldet, der der waadtländischen Gendaraerie bis.zum Ende des vorletzten
Jahres vorstand. Der Verstorbene war eine imJfeiüti sehr bekannte Persönlichkeit;
er arbeitete dort während 32 Jahren daran, aus der Polizei jenes
Elitekorps zu machen, auf das unsere Miteidgenossen von den Gestaden des
Léman mit Recht stolz sind.
v.1.09