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Chroniques du jour (CJ) - 18 MAI 1943 - Allemand
     [CJ-1943-05-18-DE]


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Tagesüberbliok von Dienstag,den 18.Mai 1943. Raeber.
Im gestrigen deutschen Wehrmachtbericht war bekanntlich von der
teilweisen Zerstörung des EdârStaudamms und des MohneStaudamms die
Rede.Heute nun wird hierzu von alliierter Seite zusaetzlich gemeldet,
die Flutwelle habe die Taeler der Eder und der Mohne völlig verwüstet.
Kraftwerke,Industriebetriebe,Wohnhäuser,Brüeken und Bahnstrecken seien
weggeschwemmt worden.Die Telephon- und Telegraphenverbindungen seiea
unterbrochen.Die benachbarten Staedte Duisburg,Mülheim und Kassel
seien durch die stündlich steigenden Wasserfluten ernstlich bedroht.
Die Zahl der Todesopfer gehe in die Tausende,diejenige der Obdachlosen
übersteige 100 .Es handle sich hier offenbar um den schwersten Schlag
der Deutschland auf dem Luftwege seit Beginn des Krieges versetzt
worden sei.Soweit die alliierte Darstellung.Von deutscher Sej.te werden
Einzelheiten über die Folgen der Vernichtung dieser beiden $t¿&toiíi»e
nicht mitgeteilt.Als Grund dieser Reserve wird in den Berichten aus
Berlin die Tatsache genannt,dass es sich hier um militaerische Anlagen
Die deutsche Luftwaffe war ihrerseits in der letzten Nacht über dem
Süden und dem Osten Englands tawtig.In London wird von geringen Sehaedei
M und von einigen Opfern gesprochen. Berlin nennt Cardials Hauptziele-
"*»(*«"f'L&LL *n Süditalien wurde von den Alliierten Alghere in der Provinz
ß«fc * W Sassarilfbombardiert.Italien meldet,gestern seien insgesamt 4 feindliche
A ftkw«.fcu*. Apparate abgeschossen worden.
rj" -r-yr Berlin verzeichnet heftige in den gestrigen Tagesstunden erfolgte
Ho*» alliierte Angriffe auf die von Deutschland besetzten fte&täeod&s&JaAA
. » vjWestf'ebiete.Dabei sei die Stadt Bordeaux besonders zu Schaden gekommen.
4*¿ M-t *v* jn HU3Siaûà ist das Kubangebiet weiterhin das KampfZentrum. Berlin
berichtet von erfolgreichen Kaempfen in diesem Sektor,Moskau von
¿J -N. energischer Abwehr der deutschen Vorstoesse.Ein Exchange-Bericht aus
KMZ%dk. UfiJlosk.au. hebt sodann hervor, dass fan der Zentralfront,, bei Orel, starke
j rV .jMeutsche Truppenkonzentrationen im Gange seien.**
jLt'tlé**"'' Eine gewisse Beachtung findet heute jenseits des militaerischen Geschehens
die Tatsache,dass der römisch-katholische Erzbischof von New
York Spellman in der türkischen Hauptstaut eingetroffen und daselbst
vom Staatspraesidententen Ismet Inönü empfangen worden ist.Bekanntlich
weilte Monsignor Spellman vor einigen Wochen geraume Zeit in Rom.Seither
hat er Nordafrika,Spanien und England besucht.Immer wieder sind im
Zusammenhang mit seiner Reise Friedensgerüchte aufgetaucht und dementier"
uer schweizerische Bundesrat hat heute einen Beschluss gefasst
über die Ausbürgerung unwürdiger Schweizer,
Darnach kann das Schweizerbürgerrecht einem im Auslande sich
aufhaltenden Schweizer entzogen werden sofern er sich im Inland oder
im Ausland schwer gegen die Sicherheit oder die politische Unabhängigkeit
der Eidgenossenschaft vergangen und sieh dadurch des Schweizerbürgerrechtes
als unwürdig erwiesen hat.Von diesem Entzug werden im Prinzip
die Ehefrau und die Kinder des Ausgebürgerten nicht betroffen,
Zustaendig in der Sache ist das Eidg.Justiz- und Polizeidepartement,
das vorher die Stellungnahme des Heimatkantons einzuholen hat,Der
Entscheid wird dem Betraffenen,dem Heimatkanton und der Heimatgemeinde
eröffnet,Der Betroffene,der Heimatkanton oder die Heimatgemeinde
können gegen einen solchen Entscheid innert 30 Tagen an den Bundesrat
rekurieren.Dieser Bundesratsbeschluss tritt am 20.Mai 1943 in Kraft,
Seine Geltungsdauer wird auf 2 Jahre besohraenkt.
Im Kriegswirtschaftsamt Aarau sind für 550 Kilogramm
rationierter Lebensmittel Rationsierungsausweise entwendet worden,Diese
bisher grösste Schwarzhandeisaffairejerstreckt sich ausser auf den Kanton
Aargau auch auf die Kantone Wallis,Waadt und Genf.In Aarau sind
in dieser Sache mehrere Personen,darunter der Direktor des
kantonalen Kriegswirtschaftsamtes,verhaftet worden.
Auf dem Tessiner-Teil der G0tthardlinie erfàfatt «¿6fe heute
früh nördlich der Station Ambri-Piotta die Entgleisung eines nach
Süden fahrenden Güterzuges,Ursache dieses Unglücks,bei dem 6 Wagen
umgestürzt und beide Geleise versperrt wurden,ist vermutlich ein
Wagendefekt,Bis 10 Uhr früh war ein Geleise für die durchfahrenden
Schnellzuege wieder freigemacht,Das andere Geleise wird zwei Tage gesperrt
Ein noch viel schwerwiegenderes Ereignis hat sich in Zuerioh zugetragen.
Daselbst sind naemlich in der Nacht zum Dienstag aus fremden
Flugzeugen in der Naehe der Stadtgrenze zwei Sprengbomben abgeworfen
worden.Eine der Bomben explodierte zum Glück nicht.Der Ort,wo sie
niederging,wurde abgesperrt und die umliegenden Häuser evakuiert.
Die andere Bombe beschaedigte eine Gaertnerei und zertrümmerte Eenster-
Scheiben.Sodann wurde eine elektrische Hochspannungsleitung niedergerissen
und beschaedigt.Personen kamen keine zu Schaden.Eine Untersuchung
ist im Gange.Es sind nun bald 3 Jahre her seit die ersten Bombenabwürfe
ȟber Sohweizergebiet in Genf und bei Renanferfolgten.Seither
sind u.A. Bomben über Basel und Zuerich abgeworfen worden.Besonders
der Angriff auf Basel im Winter 1940 41 hatte aaáii Menschenleben gekostet.
v.1.09