English |  Deutsch |  Français |  Italiano |  Español
Archives historiques - 
Recherche:

Utilisez le signe + pour séparer les mots.
Période: Jour Mois Année Jour Mois Année
De 19
A 19
 
Filtrer les résultats: Emission Langue
Chroniques politiques et culturelles (CP) - 07 JAN 1945 - Allemand
     [CP-1945-00-07-DE]
Aperçu rapide de l'OCR:
Politik im Hochsomme r»
Di* Schweiz ist heute von tkrèn Landsleuten in Deutschland so
hermetisch abgeschlissen wie seit 'langem nit¿m*hr. Die Besetzung
Deutschlands im allgemeinen, die Untert* ilung dieser Besetzung in
verschiedene Zonen im befandern haben-diesen-Abschluss s© ausschliesslich
werden lassen» Während in das der Schweiz unmittelbar
benachbarte, französische B?setzun§sbgebiet, dank der entgegenkommenden
Praxis d"r Besetzungsbehörden, in dringlichen Fellen
Schweizer Einlass finden und so die Möglichkeit haben, mit Verwandte
und bekannten Land&leuten sporadisch in V"4*bindun§ zu kommen, ist
für diM übrigen Zonen diese Möglichkeit fast ausgeschlossen* Men
weiss aber in der Schweiz doch esehe id über die in mehrfacher Hinsich"
Csehw4erige Zage, in der sich Deutschland nach dem totalsten
all*r totalen Kriege befind t und man m rgti sich um die Zukunft
der di&msen verbliebenen Landsleute, Freilich sind viele Schweizer
in den letzten '¡»'ochen TjMXAitXärlxtAAa. zurückgekommen» Verglichen mit
der Gesamtzahl ddr . Deutschlandschweizer ist das indessen nur ei ne
kl e ina uind • rhe i t.
Es mag aber für Jene, die sich in ihrem besiegten Gastland vor
grossen Schwierigkeiten sehen, einigermasaen tröstlich sein, dass
auch die Schweiz, trotz ihrer Unversehrheit, mit grossen Nachkriegt*
Schwierigkeiten zu kämpfen hat» Eine N&t allerdings, die nan jahrelang
befürchtet hat, nämlich grosse Arbeitslosigkeit, ist bisher
ausgeblieben. Dort wo, zufolge ¿j « Rohstoffmangels, Fabriken um
ganz oder teilweise ihren Betrieb einstellen musaten, fand sich in
andern 3erfachen der Wirtschaft sofott für die Entlassenen ein neues
Tätigkeitsgebiet» Unser bescheidener B*r§bau arbeitet auf jjoeh-y
teuren; die Landwirtschaft hat efífr zu wnig als zu viel Arbeit-.
kräftig gie Htlswirtsshaft und d'r im Kriegs* breit ausgedehnte
T§rfstich h»len emsig aus -ihren Beständen He izvprräte für den Win*k
ter, denn alle privaten Haushaltungen werden in kommend n Winter
nur mit einheimischem Heizmaterial auskommen müssend Was an Kthifg ',
her€4mJfmwt, geht ausschliessltch an di* Industrie Alles in Allem
ergibtk sieh daher, dass die s chic*.Nigeria ehe- -Wirtschaft gegenwärtig
jto4A.v*+AV9llbe$c&äfti§it ist, trstzdem sich nur noch ein kleiner Teil der
Armee unter den Fahnen befindet- £
Ernst ist das Frsblem der Ernährung. Die Schweiz gehört heute
zu den Ländern in Europa mit der geringsten FettZuteilung".' Sehr
knapp ist S9iann die Zuckerve rs9rgung, was in diesen Mtnaten der
Elßtachzeit be$»ndars empfunden wird ud das Prtblem der Wint*rv*rräte
berührte Die Br*tvers9rgung hängt fanz V9n den Zufuhren ab, da au0.'
bei günstigsten Ernteergebnissen unser Inlandg être id» nur é*n,B«'-
darf v&n rund 16J Tagen zubecken vermag Etwas günstiger steht. ««-,.
bei Fleisch und Käse. " samthaft aber ist in â"r letzten • Z,eit V9U
den zuständigen Stellen wiederholt bet&nt wprden,* dass die heutiffgei
Bati9nen den n9twendigsten Kal9rieng ehalt der Nahrung nicht mehr
erreichen - Viele Beobachtungen decken sich denn auch darin, dass y
die Anfälligkeit gegen Krankheit b 4 Kindern und Erwachsenen zugenemm
n hat» Für die schweizerischen Hjßttfrauen wie für das ganze
Gastgewerbe ist 0gj*%r die Ernährung kein einfaches Fr9blem mehr,
zumal es durch den Mangel an iÍ9chgas nteft k9mpliziert wi r'd¿ Es ist
n*twendig, diese Dinge zu unterstreichen, da die breiten, Schweizern
ischen Hilfsakti@nen für das kriegsgeschädigte Ausland leidht die
Meinung erwecken konnten, wir geben hier aus dem üeberfluss, wehret
wir tatsächlich aus Erspartem und Abgespartem den andern mitteilet
P9litisch'zeigt sich seit Kriegsschluss im ganzeniZahd vermehrte
Bewegung* Biese geht zur Hauptsa ehevn einer start naeh linkst ëé
Í9 tun i en Gruppe aus un:
¿rossen Städten bemerkbar* Es handelt siehfnicht um ein« breite
kommunistische Wellt oi'r um Unruhen, wie nach dem ersten Weltkriege
M%k¿6iC*%i0&*ttfflb&iétitofmflfanfbei uns immer erwartet, das* mit d'r
Waffenruhe une den Kriegsende, als» bei weichendem Sus s erem Druekj
ai* Bewegung in d r innern Politik wachsen würidfBie Sehweix•liegfri
schliesslich nicht um sonst mitten in Europa DiefMehrhei t des
Volkes ist der Ueberzeugung, dass soziale und wirtschaftliche ße~
forÉmen auch bei uns unumgänglich geworden sind, das* sie aber au
den verfassungsgemessen Wegen unseres Y&fg[&ta4Ít§ erreicht werden
sollend Dem entspricht auch die Haltung des Bundesrates, ê*r sieh
bemüht, Jede weitere Teuiffung zu verhindern, auf 'gewissen Pos itïoneû
besonders bei den Lebensmitteln und ¡Textilien, Prtis jenkung zu er» :
reichen und im übri&en duJMfy soziale ¡e ssnahlmm - wie beís0iels~
weise die Eingliederung der militärischen Lohne raatzorégmm in die
Alters-uni Hinterlasstnenfürsorge- die Ungerechtigkeiten des Da&eimsm
kämpfes zu verbessernd-
&esamt~haft .ist mm versucht zu sagen, die Schweig halse grosse
Schwierigkeiten zu meistern, SmhmÈmnnéûmn,mûé, sie gehe aèê)
in der bewehrten Geschlossenheit darin, mit ihnen fertig' zu weriei¿§..
H*n'jÂj&¿ âMÊMÊt Mh-Tiffirï- 'i -Tiff
v.1.09